Das Verfahren zur geplanten EU-weiten PFAS-Beschränkung unter REACH ist 2026 deutlich vorangeschritten. Der Ausschuss für Risikobeurteilung der Europäischen Chemikalienagentur (RAC) verabschiedete seine finale Stellungnahme am 2. März 2026. Darin unterstützt der Ausschuss eine weitreichende Beschränkung mit gezielten Ausnahmen.
Der Ausschuss für sozioökonomische Analyse (SEAC) einigte sich am 10. März 2026 auf seinen Stellungnahmeentwurf. Die anschließende öffentliche Konsultation lief vom 26. März bis zum 25. Mai 2026. Dabei gingen mehr als 3.500 Stellungnahmen von Unternehmen, Verbänden, Behörden, wissenschaftlichen Einrichtungen und weiteren Beteiligten ein.
SEAC wertet die eingegangenen Informationen derzeit aus und will seine finale Stellungnahme bis Ende 2026 verabschieden. Anschließend werden die wissenschaftlichen Stellungnahmen an die EU-Kommission übermittelt. Diese entscheidet gemeinsam mit den EU-Mitgliedstaaten über die konkrete Ausgestaltung der möglichen Beschränkung und die vorgesehenen Ausnahmen.
Ein verbindliches Verbots- oder Anwendungsdatum steht derzeit noch nicht fest. Auch der genaue Zeitpunkt einer Entscheidung durch die EU-Kommission wurde bislang nicht verbindlich bestätigt.
Handlungsempfehlung: Unternehmen sollten ihre PFAS-Verwendungen und Lieferketten bereits jetzt systematisch erfassen, mögliche Ausnahmen prüfen, verfügbare Alternativen bewerten und die Substitution kritischer Anwendungen vorbereiten.
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